Mittwoch, 16. September 2009

17.9.2009 - Powerpoint, Big Boody und Klassen 11 und 12

Die Motel-Leute stellen das - für sie sehr frühe - Essen vor 7 Uhr hin, und frühstückte wie jeden Tag alleine. Bis auf 2 Arbeiter und mir ist hier niemand, auch die Hausleute schlafen woanders.

Das Motel schaut am Bild tadellos aus und es liegt auch wirklich nett. Aber es ist schon ein wenig älter... Mein Schulweg führt die ersten 5 Minuten durch einen Kieferwald, wie überhaupt angemerkt werden kann, dass es sehr viel Wälder, Seen und Moore gibt - nicht unähnlich zu unserer Gegend.


Dieses Video wollte ich euch nicht ersparen! Jetzt hat nämlich der Upload von der Sängerbühne in Tallinn funktioniert. Da müsst ihr durch!

Heute hatte ich zum ersten Mal die 11. und 12. Klassen und wie auch bei den anderen muss ich sagen, dass sie mich sehr nett und freundlich empfangen haben, wohl auch deshalb, weil so ein "Eingeborener" sicher eine willkommene Abwechslung darstellt. Das wäre ja bei uns auch nicht anders. Ich konnte mit Powerpoint-Präsentationen über Österreich (etwas Geschichte und Geographie), das Waldviertel und über mich punkten. Besonders lustig fanden sie die Bilder vom Theaterspielen. Aber durch dieses Vorstellen, durch verschiedene Interviews und auch Spiele für die Anfänger (wie z.B. Big Boody - das ist auch hier ein Hit!) ist es doch gelungen, sie ein bisschen zu aktivieren. Sie sind wie unsere Schüler/innen schüchtern, wenn es darum geht sich verbal in einer für sie fremden Sprache auszudrücken.

Um auf den Kommentar von Martin von gestern zu antworten: Natürlich gibt es hier auch Männer, allerdings sind es nur 6 oder 7 im Lehrkörper, davon der Direktor und einer von 4 Vizedirektor/innen. Und die Mädchen sind auch hier ein wenig reservierter als die Jungs, aber man kann sie doch zum Lachen bringen. Generell, egal ob Burschen oder Mädchen ist es schön, positiv aufgenommen zu werden und zu merken, dass ihnen die Stunden gefallen.

Bei der heutigen Lehrerversammlung in einer 20-Minuten-Pause gab man mir die Möglichkeit, mich für die Einladung in die Schule zu bedanken und das Schulsystem und die Kinder und Jugendlichen zu loben. Ich bin dieser Aufgabe gerne nachgekommen, weil das ja auch stimmt, und habe Grüße aus Österreich übermittelt.

Wie bereits beschrieben, besteht die Schule aus zwei Häusern, die ca. 10 Min. voneinander entfernt liegen. Die Schüler/innen können gestaffelt im Speisesaal essen gehen und haben von der 3. bis zu 5. Stunde je 20 Minuten Zeit dafür. Das Essen für sie ist gratis, es gibt abwechselnd Suppe und Dessert, am nächsten Tag einen Braten o.ä. Die älteren Schüler/innen können sogar zweimal essen gehen, wenn sie möchten.

Hier noch ein Relikt aus der Sowjetzeit - die Schulglocke.

Das Wetter ist wieder ausgezeichnet und ich habe ihnen das Sprichwort "Wenn Engel reisen...." gelernt. ;-)

Den Rest des Tages verbringe ich wieder mit Vorbereitungen, Laufen und Lesen.