Nachdem die Sauna um 8 Uhr morgens im Hotel ausgefallen war, machte ich mich nach dem Frühstück
kurz vor 9 Uhr auf den Weg in den östlichen Außenbezirk Tallinns, um das Schloss Kadriorg samt großer Parkanlage zu besichtigen. Bei herrlichem Wetter ging ich die knappe Stunde zu Fuß hin und bemerkte in der Innenstadt, dass für einen Sonntag um diese Zeit ziemlich was los war. Was ich nocht wusste: es sollten der Marathon und andere Läufe stattfinden, und noch war es, abgesehen von Hunderten Polizisten, noch recht ruhig.
Zuerst spazierte ich durch den 100 ha großen Park, traf wie gestern früh etliche Nordic Walker, Jogger und Biker, und suchte dann gleich noch meinen Weg weiter zur Sängerbühne. Die ist für ganz große Sängerfeste (wär was für Koll. Wendl!) gedacht, die nur einmal in fünf Jahren stattfinden, was heuer der Fall war. Dann steht auf der riesigen Bühne ein Chor mit bis zu 25.000 Sängerinnen und Sängern, was sicher imposant wirken mag. Ich stieg die 40 Stufen empor und stimmte das Lied "Im Woidviertler Woid" an - leider ohne Zuhörer oder Zuschauer, aber immerhin.
Dann durch den Park zurück und ein paar Fotos von der Schlossanlage, die ein russischer Zar 1718 errichten ließ und wo heute ein Teil als Amtssitz des Präsidenten dient. In den Nebengassen waren noch etliche wunderschöne, alte, originale Holzhäuser zu sehen.
Das ist nicht, was ihr denkt, sondern ein ganz
simpler Busbahnhof.
Das ist nicht, was ihr denkt, sondern ein ganz
simpler Busbahnhof.Zurück wollte ich mit der Straßenbahn fahren, was aber aufgrund des Laufevents heute nicht möglich war. Daher schloss ich mich der allgemeinen sportlichen Begeisterung an und bahnte meinen Weg durch die unzähligen Läufer/innen und Nordic Walker/innen, die auf den Start des 10-km-Bewerbes warteten. Insgesamt gab es über 12.000 Teilnehmer/innen. Beim Schloss hatte ich die Spitzengruppe des Halbmarathons gesehen und als ich im Zentrum war, bog gerade der 1. Läufer in die Zielgerade ein - die Zeit war mit 1:07 ziemlich gut.
In einem riesigen Einkaufszentrum, die meisten Geschäfte haben auch am SO offen, versuchte ich ganz normale, weiße T-Shirts zu kaufen, was nicht möglich war, weil nur Marken- und Modegeschäfte (Esprit, CK, Zara, ...) zu finden waren.
In einem riesigen Einkaufszentrum, die meisten Geschäfte haben auch am SO offen, versuchte ich ganz normale, weiße T-Shirts zu kaufen, was nicht möglich war, weil nur Marken- und Modegeschäfte (Esprit, CK, Zara, ...) zu finden waren.
österreichischen Kolleginnen zu einer Stadtbesichtigung mit einer estnischen
D-Lehrerin auf. Im Prinzip eine Wiederholung der bereits von mir gesehenen und fotografierten Sehenswürdigkeiten, aber inkl. genauerer Erklärung. Danach kurze Kaffeepause in einem netten, altehrwürdigen Cafe und zurück zum Hotel, das wir um 19 Uhr verließen, um zum Abschluss des heutigen Tages typisch estnisch essen zu gehen (Schweinebraten mit Sauerkraut, Blunzn, .... - alles sehr deftig).
Head ööd! (Gute Nacht)
